Das Konzert von Ed Sheeran in Düsseldorf am 22. Juli 2018 stand für Wochen auf der Kippe und wurde heiß diskutiert. Nun haben die Veranstalter das Konzert endgültig nach Gelsenkirchen verlegt. Dies stellte den Tourneeplan von Ed Sheeran und seinem Management auf den Kopf. Der Starsänger musste einen zusätzlichen Tag für das Konzert einplanen. Die Größe des Veranstaltungsgeländes in Gelsenkirchen reicht nicht aus, um alle Fans an einem Abend unterzubringen.

Messeparkplatz erfüllt nicht alle Anforderungen als Veranstaltungsort

85.000 Fans sollten auf dem seit Monaten ausverkauften Messegelände in Düsseldorf der fantastischen Stimme und der Musik ihres Idols lauschen. Doch eine Lokal-Posse im Stadtrat der Rheinmetropole verhinderte die Veranstaltung. Ein Ausschuss stimmte darüber ab, ob das Konzert in Düsseldorf stattfinden darf oder nicht. Die Mehrheit stimmte dagegen. Die Nutzung des Geländes wurde den Veranstaltern verweigert, da die Einhaltung erforderlicher Sicherheitsmaßnahmen und Umweltschutzvorkehrungen nicht möglich ist. SPD und FDP sprachen sich für die Durchführung des Konzerts aus. Doch die Grünen, CDU und Linkspartei sowie die Tierschutz-Partei / Freie Wähler überstimmten die Befürworter.

Kritik des Veranstalters an der Entscheidung der Stadt Düsseldorf

Der Veranstalter des Konzerts FKP Scorpio zeigte sich verwundert und deutlich enttäuscht über die Entscheidung, das Konzert nach Gelsenkirchen zu verlegen. Dort wird es am 22. und 23. Juli in der Veltins-Arena stattfinden. FKP Scorpio bedankte sich zunächst bei den Fans für deren Geduld und Verständnis. Das Unternehmen bedauerte, dass die Parteien die Veranstaltung als politisches Instrument missbrauchten. Sie kritisierten, dass sie sich nicht um die 80.000 Fans scherten, die Ed Sheeran gerne in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt auf der Bühne gesehen hätten. Sie betonten den Image-Schaden, den sich die Stadt durch die Entscheidung zufügte.

Die Konzertverlegung ist ein Schlag gegen die Pläne des Oberbürgermeisters der Stadt. Er beabsichtigte mit der Einrichtung des Open-Air-Geländes, die Stadt Düsseldorf für Veranstaltungen und Künstler attraktiver zu machen. Eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass kulturelle Veranstaltungen in andere benachbarte Städte abwandern. Ein Wunsch, der sich für den OB nicht erfüllen sollte.