Früher war alles besser. Auch über Popmusik ist der Spruch oft zu hören. „Damals haben die Musiker noch Neues komponiert, neue Musikstile entwickelt. Heute gleicht ein Song dem anderen. Alles die gleiche Mucke.“ Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass sich die heutigen Lieder aus dem Popbereich tatsächlich immer ähnlicher werden. Egal ob das Thema für Sie als Leser von Bedeutung ist oder nicht, wir haben die Erklärung für dieses aktuelle Phänomen in der Musik und was es damit auf sich hat.

Die Ergebnisse der Studie

In einer Studie hat die amerikanische Webseite The Pudding verschiedene Popsongs aus den Billboard Hot 100 der letzten Jahre untersucht. Mit einem speziellen Programm extrahierte sie die typischen Eigenschaften der Songs und kreierte damit einen „Fingerabdruck“ für jeden Song. Das Ergebnis war, dass sich die „Fingerabdrücke“ der Popsongs wie befürchtet ähneln.

Gründe für die Ähnlichkeit der Songs

Ein Grund ist, dass an einem großen Hit mehrere Songschreiber anstatt eine Person arbeitet. Der Song verliert aus diesem Grund an Individualität. Gleichzeitig arbeiten dieselben Songschreiber in vielen Fällen an mehreren Liedern, vor allem im Bereich der Tophits. Ein Songschreiber schreibt Hits für Beyoncé und für zehn andere Stars, die alle in den Top 10 landen. Irgendwann ist logisch, dass sich die Songs in den Charts ähneln.

Das Geheimnis für einen erfolgreichen Song

Warum schaffen es angesichts dieses Phänomens aber nur vereinzelte Hits auf Platz 1 der Hitparaden? Die Antwort ist einfach: Das Erfolgsgeheimnis, um ganz oben zu landen, besteht darin, ähnlich aber doch anders zu sein. Die besten Hits weisen bestimmte Charakteristiken auf, die gegenüber anderen Songs herausstechen. Hierbei kommen Musiktrends ins Spiel. Das bedeutet, die Tophits berücksichtigen, was beim Hörer aktuell gut ankommt. Untersuchungen zeigen, Musikhören wird tendenziell diverser. Solange die Hörer Diversität fordern wird die Tendenz, dass sich Popsongs immer mehr ähneln, nicht ins Extrem gehen.