Der deutsche Musikmarkt ist einer der größten weltweit. Der Bundesverband Musikindustrie (BMVI) stellt jedes Jahr eine Übersicht über die Entwicklung des Musikmarktes in Deutschland zur Verfügung. Wir möchten Ihnen hier kurz darstellen, welche Tendenzen es auf dem deutschen Musikmarkt gibt und wie sich die Musik in Deutschland entwickelt.

Annähernd stabiler Umsatz bei den Tonträgern

Insgesamt besteht in Deutschland wie überall auf der Welt die Tendenz, dass die Umsätze auf dem Musikmarkt sinken. So ist der Umsatz mit Tonträgern im Jahr 2017 um 0,3 Prozent gesunken. Der Verkauf physischer Tonträger ging weiter zurück und dieser konnte nur ansatzweise durch die Digitalisierung ausgeglichen werden. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass die Umsatzzahlen annähernd stabil geblieben sind.

Deutsche Musik ist besonders beliebt

Die Zahlen des BMVI belegen darüber hinaus, dass Musik mit deutschen Texten besonders beliebt ist bei den deutschen Hörern. Damit sind sieben von zehn Long Player von deutschen Künstlern. Helene Fischer ist hierzulande die Künstlerin mit dem meistverkauften Album im Jahr 2017. Die Toten Hosen schafften es auf den dritten Platz. Auch die Kelly Family, Peter Maffay, Santiano und Rammstein gehören zu den beliebtesten deutschen Künstlern. In den Single und Streaming Charts stehen internationale vor nationalen Künstlern weiter oben in den Charts.

Deutscher Pop ist beliebtestes Musikgenre

Was die Musikgenres betrifft, gibt es auf dem deutschen Markt klare Tendenzen. Es ist vor allem deutscher Pop, der an Popularität gewinnt. Mit einem Anstieg von 25 auf 28 Prozent ist die Anzahl an Fans von deutschem Pop deutlich gestiegen. Die Umsätze in diesem Genre hingegen gingen zurück. Weitere beliebte Genres sind Rock, Metal und Punk auf Platz zwei. Auf Platz 3 ist Hip Hop als eines der beliebtesten Genres in der deutschen Musik zu finden.

Die Zahlungsbereitschaft der deutschen Bevölkerung für Musik Geld auszugeben ist 2017 leicht gesunken. Daher ist es auch für deutsche Bands und die Musikindustrie nicht einfach, heutzutage zu auf steigende Einnahmen zu setzen.